WJ Südwestfalen und IHK tauschen sich beim Unternehmer­frühstück aus

Siegen, 26. Juni 2014 - Bei einem Frühstück für die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen in der IHK Sie­gen konnten sich die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer sowie die jungen Füh­rungskräfte einen Einblick in aktuelle IHK-Themen und -projekte verschaffen.

Der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Hermann-Josef Droege informierte über aktuelle Infrastruktur- und Verkehrsfragen, über die Struktur- und Standortpoli­tik sowie Energie und Innovationen. Gerade die Landespolitik vernachlässige die hie­sige Region systematisch oder missachte deren spezifischen Bedürfnisse: „In Düs­seldorf scheint oft nicht ange­kommen zu sein, dass wir die Industrieregion in NRW sind!“ betont Droege. Wenn sich Politiker aber damit rühmten, müssten sie die Re­gion aber auch in gleicher Weise infrastrukturell und wirtschaftspolitisch unterstützen, wie andere NRW-Regionen. Wie etwa das Rheinland oder das Ruhrgebiet, denen man oft unbe­rechtigterweise eher den Zusatz ‚industriell geprägt’ gäbe. „Ein ‚Fläche-Null-Wachs­tum’ ist unrealistisch“, so Droege. Die hiesige erfolg­reiche Industrie brauche daher umso mehr und bewusst gute Rahmenbedingungen für gutes Wirt­schaften. „Dafür setzen wir uns ein“. Ohne die IHK gingen die speziel­len Interessen der regionalen Wirtschaft in der Landespoli­tik ständig unter.


Die Wirtschaftsjunioren zu Gast bei der IHK.

Kurz ging Droege auch auf die Schwerlastproblematik ein: Etliche regionale Unter­nehmen haben immer größere Schwierigkeiten, ihre - im wahrsten Sinne des Wor­tes – gewichten Produkte aus der Region an ihre Kunden zu liefern. Schuld daran sind marode Brücken und enge Straßen, aber auch eine Genehmigungsprozedur für diese Schwertransporte, die immer umfangreicher und teurer wird. Das gehe sogar soweit, dass einzelne Unternehmen den Gedanken, wesentliche Teile der Produktion an verkehrsgünstigere Standorte zu verlagern, nicht mehr ganz von sich weisen, so Droege. Das wolle die IHK natürlich verhindern.

Die Teilnehmer diskutierten auch über die zunehmende Fachkräfte-problematik in der Region an. Man sprach sich etwa für eine bessere Vernetzung von regionaler Wirt­schaft und Universität Siegen und einer besseren Praxisorientierung des Studiums aus. „Oft sind bei den jungen Studierenden die guten Karrierechancen bei den vielen Europa- und Weltmarktführern in der Region gar nicht bekannt. Das müssen wir ge­meinsam ändern“, so Fabian Kapp, Vorsitzender der Wirt­schaftsjunioren. Das gelte auch gerade für duale Ausbildung. Mit einem guten Berufsabschluss, etwa im Metall­bereich,  lasse sich in der Region eine gute Karriere realisieren. Oft sogar besser, als mit einem abgehobenem Studium. „Auch das müssen wir den jungen Menschen hier vermitteln“ betont Kapp.

IHK und Wirtschaftsjunioren betonten gemeinsam den hohen Stellenwert des Ehren­amtes für die IHK-Arbeit. Die Ver­bindung zum Ehrenamt der Wirtschaftsjunioren sei deswegen auch eine fruchtbare Partnerschaft mit vielen Anknüpfungspunkten, die weiter ausgebaut werden müssen. „Die Wirtschaftsjunioren wollen die gute Zusam­menarbeit mit der IHK weiter intensi­vieren“, so Kapp. Die „junge Wirtschaft“ bringe sich daher auch gerne in die IHK-Eh­renamt ein und verschaffe sich hier Ge­hör.

Bericht: Stephan Jäger

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