WJ Südwestfalen auf dem IHK- Jahresempfang zahlreich vertreten

Siegen, 23. Januar 2014 - Die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen waren zahlreich auf dem diesjährigen Jahresempfang der IHK Siegen vertreten und freuten sich über eine gelungene Ver­anstaltung mit fast 1.500 Mitgliedern und Gästen der IHK. Sie verfolgten auch ge­bannt die eindrucksvollen Reden von IHK-Präsident Klaus Th. Vetter und dem Gast­redner Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert.


Die WJ Südwestfalen.

IHK-Präsident Klaus Th. Vetter sagt in seiner Rede: "Die Weltwirtschaft gewinnt an Schwung, der europäischen Schuldenkrise sind offenbar die gröbsten Stacheln ge­zogen, und die Verbraucher in Deutschland sind in Kauflaune - so lauten derzeit die gängigen Überschriften der Konjunktur-aussichten für das Jahr 2014. Für eine Region wie die unsere, die zu über 40 Prozent vom Export lebt: Schöne Aussichten!“, so Vetter.
 
Prof. Dr. Lammert richtete auch einen zuversichtlichen Blick ins Jahr 2014. Er lobte das starke mittelständische Unternehmertum in Südwestfalen. Aus vielen Empfängen für ausländische Staatsgäste wisse er: "Die Welt beneidet uns um die Verhältnisse, in denen wir leben“.
 
Auch wenn Prof. Dr. Lammert mit seinem Auftritt beeindrucken konnte, stimmten die Wirtschaftsjunioren ihm nicht in allen Punkten zu: „Die Ausführungen zum Mindest­lohn konnten wir nicht ganz nachvollziehen. Wir setzen uns in unseren Unternehmen für faire Löhne ein. Bei uns in der Region und in ganz NRW funktioniert auch die Zu­sammenarbeit der Tarifpartner. Ein ‚staatlicher Mindestlohn’ hat aus unserer Sicht nicht gefehlt und er droht auch zur Beschäftigungsbremse zu werden“, so WJ-Vorsit­zender Fabian Kapp.
 
Sorge bereiten den Wirtschaftsjunioren auch die hohen Energiekosten – vor allem die steigenden Stromkosten – und allgemein die Ener­gieversorgung. Die Neuaus­richtung der Energiewende begrüßen sie daher. Sie bezweifeln aber, dass insbeson­dere eine zügige und nachhaltige Entlastung bei den Stromkosten erzielt wird.
 
Sie plädieren für eine Energiewende nach marktwirtschaftlichen Kriterien. Dass Öko­nomie und Ökologie nicht Gegensätze sind, zeigen die Jungunternehmerinnen und –unternehmer bei ihrem aktuellen Energieprojekt „WIRE 2014“. Damit möchten sie die Energiewende positiv mitgestalten und das Bewusstsein schärfen, dass Umwelt­schutz sich lohnt. Der WIRE 2014 ist der erste Preis für nachhaltige und effiziente Energienutzung in der Region. „In der heutigen Zeit mit stetig steigenden Energie­kosten und der enormen Belastung für die Umwelt möchten wir mit diesem Preis zei­gen, dass die wirtschaftliche und ökologische Nutzung der Energie sinnvoll ist“, so Fabian Kapp.
 
Alle Betriebe aus den Kreisgebieten Siegen-Wittgenstein und Olpe sind bis zum 15. März 2014 dazu eingeladen, auf www.wiju-wire.de zu schildern, wie sie es geschafft haben, energieeffizienter und nachhaltiger zu arbeiten. Voraussetzungen für die Teil­nahme sind, dass das Projekt einen langfristigen Nutzen bietet und für weitere Un­ternehmen adaptierbar ist. Partner und Juroren des WIRE sind die IHK Siegen, die Effizienzagentur NRW und die Handwerkskammer Südwestfalen.

Bericht: Stephan Jäger

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