WJSW mit NRW-Umweltminister Johannes Remmel bei Salzgitter MannesMANN Precision (SMP) in Burbach

Burbach, 22. Januar 2015 - Auf der 29. Station seiner Zukunftsenergientour besuchte NRW-Umweltminister Johannes Remmel in Begleitung einer Delegation der EnergieAgentur.NRW, Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers und den Wirtschaftsjunio­ren Südwestfalen (WJSW) die Salzgitter Mannes­mann Precision GmbH (SMP) in Burbach-Holzhausen. Das Unternehmen hat durch ein Ener­giesparprojekt seinen jährlichen Energie­verbrauch um rund 1,9 Millionen Kilowattstunden und damit um rund 50 Prozent reduziert. Bei dem Besuch mit dabei waren WJSW-Vorsitzen­der Timm Bendinger und Energie-Res­sortleiter Kai Dörnbach.

Die SMP gewann 2014 den Energiepreis „WIRE“ des regio­nalen Junioren-verbandes. Es konnte unter allen Teilnehmern am deutlichsten auf­zeigen, dass es in hervorragender Weise Nachhaltigkeit und Energieeffizienz mit wirtschaftlichem Erfolg verknüpft.

Das Unternehmen stellt in Burbach-Holzhausen nahtlose Präzisions-stahlrohre vor allem für die Verwendung im Automobilbau her. Die Rohr- zieherei bedarf u. a. energieintensive Anla­gen zur Wärmebehandlung und Rohroberflächenvorbereitung einschließlich einer Beize. 2012 wurde im Unternehmen mit einem Energieeffizienzprojekt eine massive Senkung des Strom- und Gasverbrauchs eingeleitet.

Diese Prozessverbesserungen und Investitionen in die Anlagen rentierten sich bereits nach einem Jahr: Der Stromverbrauch wurde um rund 25 Prozent, der Erdgasverbrauch sogar um 50 Prozent gesenkt.

Minister Remmel wies auf die besondere Bedeutung der Branche hin. Er bekannte sich zur energieintensiven Industrie, die ein wichtiges Standbein für die Wirtschaft in NRW sei. Das Projekt von Salzgitter Mannesmann zur Effizienzsteigerung sei ein Beleg dafür, dass Unter­nehmen und Politik beim Klimaschutz an einem Strang zögen. Der ambitionierte Klimaschutz würde an die Position der Branche nichts ändern, so Remmel.

„Wir freuen uns, dass Minister Remmel die Bedeutung unserer Industrie-unternehmen unter­streicht. Wir sind auch mit ihm der Auffassung, dass sich Ökologie- und Ökonomie nicht aus­schließen. Vielmehr ergänzen sie sich gegenseitig bei cleverer Umsetzung“ so Timm Bendin­ger und Kai Dörnbach. „Dennoch sind wir der Meinung, dass die aktuelle Gestaltung von Energiewende und Klimaschutz gerade unsere kleinen und mittleren produzierenden Unter­nehmen unverhältnis­mäßig hart trifft. Trotzdem möchten wir auch weiterhin einen positiven Beitrag zur Energiewende leisten und wie Remmel für mehr Energieeffizienz werben, etwa mit unserem Energiepreis WIRE“, so Bendinger und Dörnbach.

Dr. Roland Kiesler, Werksleiter in Burbach-Holzhausen, wies in ähnlicher Weise darauf hin, dass es im Konzern eine internationale Konkurrenz-situation gebe: Die französischen Betriebe der Gruppe bezahlten rund die Hälfte der Stromkosten. Im Vergleich dazu müssten deutsche Werke oft Mehrkosten im sechsstelligen Bereich tragen. Die EEG-Umlage sei deswegen eine hohe Last, mit der die Unternehmen die aktuelle Energiewende mitfinanzieren.

Davon abgesehen sehe es SMP als Pflicht an, einen effizienten Umgang mit Energie und die Energieeinsparung aktiv zu fördern. „Durch umwelt-orientiertes Handeln wollen wir den Schutz der natürlichen Lebens-grundlagen gegenüber der Gesellschaft und künftigen Generati­onen verwirklichen“, erklärte Dr. Roland Kiesler, dass sich durch geschicktes energieeffizientes Wirtschaften ökonomische Vorteile erzielen lassen und sich Umweltschutz lohnt, zeigte SMP mit seinem Erfolgsprojekt. Damit gewann es auch den „WIRE 2014“. Das ist der erste Preis für nachhaltige und effiziente Energienutzung von Unternehmen in der Region Siegen-Wittgenstein und Olpe, aus­geschrieben von den Wirtschaftsjunioren Südwestfalen.

Die erste feierliche Preisverleihung fand im Mai 2014 in Siegen mit Unterstützung der Volks­banken in Siegen Wittgenstein statt. Partner des WIRE sind die IHK Siegen, die Effizienz­agentur NRW sowie die Handwerkskammer Südwestfalen. Der Energiepreis wird im Jahr 2016 erneut verliehen.

Bericht: Stephan Jäger

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