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Wirtschaftsjunioren befassten sich mit dem Thema Eigenerzeugung erneuerbarer Energien für den Mittelstand

Netphen-Deuz, 15. August 2012 - Mit der Energiewende werden in letzter Zeit vor allem die stetig steigenden Strompreise in Verbindung gebracht. Aus diesem Anlass luden die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen vor kurzem zum Thema „SELF POWERING - Eigene Stromerzeugung zur nachhaltigen Beschaffung und Energiekostensenkung“ in den Gasthof Klein in Deuz ein.

Kai Dörnbach, Geschäftsführer der mittelständischen Dörnbach-Unternehmensgruppe, stellte dazu ein interessantes Lösungskonzept vor. "Die Energiewende wird im Wesentlichen auf dem Rücken der Verbraucher, also auch der klein- und mittelständischen Unternehmen, ausgetragen." so Dörnbach. „Wir haben deswegen nach Auswegen gesucht. Neben Energiesparen und Energieeinkauf haben wir dabei auch die Möglichkeit überprüft, selber Energie zu erzeugen", so Dörnbach weiter. Diese habe schließlich zu der interessanten Geschäftsidee geführt, welche von der zur Gruppe gehörenden Suntegra GmbH umgesetzt wird.

Durch den starken Preisverfall der Solarmodule in den letzten beiden Jahren seien z. B. die Stromgestehungskosten bei Photovoltaik dramatisch gefallen. Sie lägen damit für den Endverbraucher unterhalb der Kosten für den "Strom aus der Steckdose". Damit komme die Lösung in Betracht, selbst dezentral Strom zu erzeugen. "Die Technik dafür ist da, bewährt und ausgereift, die Projekte schnell umgesetzt und der Betrieb der Anlage wartungsarm" erläuterte dazu Achim Parbel, Geschäftsführer der Suntegra GmbH.

Kosteneinsparungen von mehr als 20% an zwei Standorten hätten bereits realisiert werden können, mit steigender Tendenz durch immer höhere Strompreise beim Versorger. Besonders attraktiv sei die Tatsache, dass die Kosten für den selbst erzeugten Strom über 20 Jahre und mehr konstant blieben. Das verbessere die Kalkulationssicherheit für den Energiebereich.

Um allerdings den wirtschaftlichen Betrieb der Anlage zu gewährleisten, müsse dieser auf die individuellen Anforderungen der Betriebe angepasst werden. Hierzu führe Suntegra sogenannte Audits durch, um die Struktur des Unternehmens abzubilden. Diese würden in der Regel öffentlich gefördert. Erst danach gehe es an die eigentlichen Bau der Anlagen, so Parbel weiter.

Das Konzept sei ideal für den Mittelstand, um den Abhängigkeiten der Stromerzeuger wenigstens teilweise zu entfliehen.

Für die Zuhörer war ein weiterer Aspekt wichtig: "Versorgungssicherheit". Kurzzeitige Stromausfälle würden mit dem Umbau der Versorgungsnetze und der Integration dezentraler Kraftwerke häufiger werden, ist sich Parbel sicher. Zwar im Moment noch Zukunftsmusik, aber dennoch in greifbarer Nähe sei im Hinblick darauf die passende Speichertechnik. Damit könne der Selbstversorgungsgrad weiter erhöht und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung realisiert werden, was im Fall von Stromausfällen einen Produktionsausfall vermeiden könne.

"Auch hier ist die Technik bereits vorhanden um im täglichen Einsatz bewährt, lediglich an der Wirtschaftlichkeit der Systeme muss noch gearbeitet werden" so Parbel.

Es gebe also Anlass zur Hoffnung, dass die Energiewende, vor allem durch die dezentrale Erzeugung mit erneuerbaren Energien, doch noch Chancen für den Mittelstand böte und mittelfristig zu einer neuen Art der Energieerzeugung und Verteilung führe könnte.

Die Wirtschaftsjunioren waren von den dargestellten Möglichkeiten begeistert und kündigten an, sich weiter intensiv mit dem Thema Energiewende und erneuerbaren Energien zu beschäftigen.

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