Junge Wirtschaft fordert bessere Rahmenbedingungen für Gründer

Wirtschaftsjunioren stellen in Karlsruhe Politische Positionen für 2016 vor

Siegen, April 2016 - Vertreter aus rund 100 Kreisverbänden der Wirtschaftsjunioren Deutschland haben auf der Frühjahrsdelegierten-versammlung ihre „Politischen Positionen 2016“ diskutiert.

Ehrengast auf der Versammlung der jungen Wirtschaft und Eröffnungsredner war Dr. Philipp Rösler, Managing Director des World Economic Forum. „In Städten wie Berlin hat sich eine beeindruckende Gründerkultur etabliert, die junge Gründer aus der ganzen Welt anzieht. Insgesamt aber sinkt die Anzahl der Unternehmensgründungen in Deutschland. Der Abbau von bürokratischen Hemmnissen kann diesen Negativtrend stoppen“, sagt Rösler.

Konkrete politische Forderungen der jungen Wirtschaft sind zum Beispiel

  • ein besserer Austausch zwischen Schulen, Hochschulen und Wirtschaft,
  • die Bereitstellung aller Informationen für Gründer aus einer Hand,
  • die Befreiung der Existenzgründer von der Pflicht zur monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung,
  • die grundsätzlich formlose Überschussermittlung durch Kleinunternehmer sowie
  • ein eigenständiges Schulfach Wirtschaft.

Die Forderungen der jungen Wirtschaft sind Ergebnis eines Konsultationsprozesses sowie einer Mitgliederbefragung unter den 14.000 Wirtschaftsjunioren. So halten knapp 90 % ein Schulfach Wirtschaft ab der 8. Klasse für geeignet. „Wie kann es sein, dass an einem der wichtigsten Wirtschaftsstandorte in Deutschland das Interesse an Wirtschaft so gering ist?“, fragt sich Timm Bendinger, Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen. Als junger Unternehmer weiß er, wie es sich anfühlt, selbst entscheiden zu müssen – und zu dürfen: „Diese Unabhängigkeit ist unbezahlbar!“ Er plädiert dafür, dass junge Menschen dieses Gefühl möglichst früh kennen lernen.

„Immer weniger Menschen interessieren sich für die berufliche Selbständigkeit“, ergänzt auch Rudolf König gen. Kersting, Geschäftsführer der IHK Siegen. „Fast 50 Teilnehmer weniger bei entsprechenden Veranstaltungen – das ist ein Minus von 17 %“, so König. Andererseits scheint die Gründung immer komplizierter zu werden – oder gründlicher durchdacht, konstatiert er: „Wir haben einen Zuwachs an persönlichen Beratungsgesprächen von fast 25 %. Die Fragen werden individueller. Viele bereiten sich gründlich vor, indem sie Informationsangebote im Internet nutzen.“

Hier finden Sie die Politischen Positionen 2016:
https://www.wjd.de/wjd_presse_publikationen_positionspapiere.WJD

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