Jahresempfang der Wirtschafts-junioren: Beste Werbung für das Ehrenamt

Siegen, 03. März 2016 - „Der Abend ist die beste Werbung für das regionale Ehrenamt gewesen, die wir uns vorstellen können“ fasste Wirtschaftsjuniorenvorsitzender Timm Bendinger den diesjährigen Jahresempfang der jungen Wirtschaft in Südwestfalen zusammen. „Uns war es wichtig, die Bedeutung des Ehrenamtes für die Region zu verdeutlichen und zu würdigen. Nach den Reaktionen des Publikums zu urteilen ist uns das uns gelungen“, so Bendinger.

Der Jahresempfang im Kulturhaus Lÿz stand unter dem Motto „Ehrenamt – Was treibt uns an?“. Die Resonanz war groß: Rund 170 Teilnehmer aus Wirtschaft und Gesellschaft folgten der Einladung der Wirtschafts-junioren.
Verschiedenste Ehrenamtsvertreterinnen und –vertreter aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe stellten in einer Diskussionsrunde ihr Engagement vor und berichteten lebhaft aus dem Ehrenamt. Kernthemen waren die Herausforderungen für das Ehrenamt, was es für die Region erreicht und wie die Unternehmen von einer ehrenamtlichen Tätigkeit ihre Mitarbeiter profitieren.


Jahresempfang 2016

Die Moderatorin Britt Lorenzen entlockte den Diskussionsteilnehmern auf kurzweilige Art authentische Aussagen zu ihrem Ehrenamt. Auf der Bühne standen mit ihr Ottmar Haardt (Vorsitzender Kreissportverbund Siegen-Wittgenstein), Christian F. Kocherscheidt (IHK-Vizepräsident, Geschäftsführer Fa. EJOT), Yvonne Melsheimer (Geschäftsführerin b school gGmbH), Daniel Schäfer (Bund der Deutschen Katholischen Jugend, Kreisverband Siegen-Wittgenstein, Förderband Siegen-Wittgenstein e. V.), Christina B. Schmidt (Stellv. Vorsitzende WJSW e. V., Vertriebsleiterin/Projektmanagerin biliton internet services GmbH), Bernd Schneider (Kreisbrandmeister Siegen-Wittgenstein, stellv. Vorsitzender Verband der Feuerwehren in NRW, Geschäftsführer Fa. BRESI) und Angela Freimuth (stellvertretende Vorsitzende FDP-Landtagsfraktion).

Fazit des Abends: Das Ehrenamt ist für das gesellschaftliche Zusammenleben unverzichtbar und gibt dem Engagierten auch selbst viel zurück. Alle waren sich einig, dass das Ehrenamt zur Vielfalt in der Region beiträgt und eine wichtig Säule der Gesellschaft bildet. Je mehr sich daran beteiligen würden, umso besser. Wenn man das Ehrenamt mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es „Danke“!
Christina B. Schmidt berichtete etwa von ihrem Amt als stellvertretende Vorsitzende der WJSW e.V.: „Es ist ein hoher Zeitaufwand, gleichzeitig bietet das Netzwerk und vor allem die Menschen darin, aber auch tolle Mehrwerte – gerade im Hinblick auch auf die berufliche Weiterbildung. Von unserem Engagement profitieren zudem in der Region zahlreiche konkrete Projekte“. Sie wünsche sich mehr Unterstützung auf breiter Front für das regionale Ehrenamt.

Schon in den Grußworten betonte IHK-Präsident Felix G. Hensel, dass ehrenamtliche Tätigkeiten die Zivilgesellschaft im Innersten zusammenhalte. Sozial, kulturell, wirtschaftliche – ohne ehrenamtlich engagierte Menschen liefe nichts. Allein für die IHK-Aufgaben engagierten sich rund 1.600 Persönlichkeiten ehrenamtlich in der Region. NRW-Wirtschaftsjuniorenvorsitzender Michael Selbach ergänzte, eine Gesellschaft sei nur so stark, wie ihr Ehrenamt. Es sei unverzichtbar, um positive gesellschaftliche Änderungen voran zu bringen.

Christian F. Kocherscheidt stelle fest, dass ehrenamtliches Engagement oft Besseres bewirke, als wenn Politik Sachen in die Hand nähme.
Für ihn wie für Ottmar Haardt sind die hiesigen Sportvereine ein prägender positiver Standortfaktor. Sie vermittelten soziale Kompetenzen und förderten Freundschaften auch über soziale und kulturelle Grenzen hinweg. Dem pflichtete Bernd Schneider bei: „Das Ehrenamt verbindet und bringt positive Tugenden für Privat- und Berufsleben hervor“.

Yvonne Melsheimer berichtete über ihre Leidenschaft im Ehrenamt, die Rahmenbedingungen für kindliche Bildung zu verbessern. Daraus entstand dann schließlich ihre Geschäftsführungstätigkeit in der freien bilingualen Schule (b school gGmbH) in Allenbach.

Daniel Schäfer hob die Teamarbeit im Ehrenamt hervor. Nur so könne etwa der Verein Kath. Jugendwerk Förderband Siegen-Wittgenstein besonders benachteiligten Jugendlichen im Kreis Siegen-Wittgenstein erfolgreich weiterhelfen. Dabei bedankte er sich auch für die diesbezügliche Unterstützung der Wirtschaftsjunioren.

Für Angela Freimuth war der Ursprung ihrer vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten die Frage: „Was kann jeder selbst machen, um gesellschaftliche Dinge, die nicht gefallen, zum Positiven zu verändern?“. Wenn man sich hier nicht selbst engagiere, am besten auch im Ehrenamt, dürfe man sich auch nicht beschweren.

Der Abend wurde kurzweilig untermalt von den „Poetry Slam“-Künstlern Lasse Samström, Jan Cönig und Axel Gundlach. Sie setzten sich mit ihren dichterischen Vorträgen zugleich witzig als auch tiefgründig mit dem Thema „Ehrenamt“ auseinander.

Bericht: Stephan Jäger

KONTAKT



Sprechen Sie uns an!

Zum Kontaktformular