„Die Stimme der jungen Wirtschaft“ läutet Jahr mit Podiumsdiskussion ein

Gas geben – bei den Wirtschaftsjunioren Südwestfalen erlaubt!

Siegen, 29. Januar 2013 - Südwestfalen: „Wohin geht die Reise?“ Eine Frage von vielen, die auf dem Neujahrsempfang der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen am 29. Januar im Kulturhaus LYZ in Siegen aufs Podium kamen. Rund 150 Junioren, Gäste sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik waren der Einladung zur Veranstaltung mit Podiumsdiskussion unter dem Motto „Südwestfalen – Von der Eisenhütte zur Zukunfts-schmiede“ gefolgt.


v. l.: Klaus Krückemeyer, Walter Viegener, Theo Melcher, Klaus Th. Vetter, Steffen Mues, Magnus Reitschuster, Markus Weber, Fabian Kapp

„Stimmt das? Haben wir den Anschluss an die Autobahn verpasst?“, fragte Markus Weber, diesjähriger Vorsitzender der WJ Südwestfalen, in seiner Begrüßungsansprache nachdenklich in die Runde. „Oder unterschätzt man uns?“ Anders überlegt: „Wohin geht die Zukunft unserer Region?“ Mit der Podiumsdiskussion wolle man die Chance ergreifen, schon heute bei Politik, Wirtschaft und Kultur konkret nachzufragen: „Sind wir für die Zukunft gerüstet? Was zieht Menschen in unsere Region und was zieht sie weg in größere Ballungsräume?“ Fragestellungen, die zu den Leitsätzen der WJ Südwestfalen passen: „Als junge Unternehmer wollen wir langfristig in Land und Region investieren“, so Weber, der Ende 2012 als Nachfolger von Dirk Helmes das Amt des Vorstands übernahm. Unter dieser Zielsetzung fanden in 2012 über 60 Veranstaltungen und Arbeitskreissitzungen statt. Die Verleihung des „Berufswahl-Siegels“ an zehn heimische Schulen, die sich in besonderem Maße für die Berufsorientierung ihrer Schüler einsetzten, ist dabei nur ein Beispiel. „Auch in 2013 werden die Wirtschaftsjunioren ihrem Motto gerecht, die Stimme der jungen Wirtschaft zu sein.“ Dazu gehöre eben auch, über Stärken und Schwächen der Regionalentwicklung nachzudenken; Erreichtes, Herausforderungen und Perspektiven zu überdenken. Denn, so Weber, „die alten Landkarten sind nutzlos in der Terra incognita der Zukunft. Wir müssen uns Gedanken darüber machen, wohin die Reise jetzt gehen soll.“

Südwestfalen: Fit für die Zukunft?

Gesagt, getan! Gäste der begleitenden Podiumsdiskussion waren Klaus Th. Vetter, Präsident der IHK Siegen, Theo Melcher, Kreisdirektor Olpe, Steffen Mues, Bürgermeister der Stadt Siegen, Walter Viegener, Geschäftsführer der Viega GmbH & Co. KG aus Attendorn und Magnus Reitschuster, Intendant des Apollo-Theaters in Siegen. Moderator Klaus Krückemeyer, Journalist, Schauspieler und gebürtiger Wilnsdorfer, führte frisch und souverän durch den Abend. Im Resümee zog er die Bilanz der Runde: „Der Run auf Südwestfalen kann kommen, wenn wir noch etwas attraktiver werden.“ Attraktivität im Sinne eines starken südwestfälischen Gesamtauftritts mit verbesserten Rahmenbedingungen für Einheimische und potenzielle Arbeitnehmer. Interessante Arbeitgeber seien bereits da, so ein Fazit der Gäste, eine bunte Palette an Natur-, Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten sowieso. Im Großen und Ganzen sei die Region für die Reise in die Zukunft gewappnet, in vielen Bereichen seien die regionalen Akteure bereits heute auf einem sehr guten Weg. Doch, darüber herrschte Einigkeit, bei aller Freude über Erreichtes, in andere Felder müsse verstärkt investiert werden, um im Wettbewerb um junge Menschen und Familien langfristig bestehen zu können. „Wir brauchen keine Wochenendführungskräfte, wir müssen es schaffen, dass die Familien mitkommen“, so Klaus TH. Vetter – und andere dableiben. Investitionen sollten vermehrt in Bildung, Kinderbetreuung, die Gestaltung von urbanem Leben oder öffentlichen Plätzen fließen, aber auch in den Ausbau der Infrastruktur. Ein starkes Südwestfalen brauche gute Straßen und ausreichend Gewerbeflächen. Kreisdirektor Theo Melcher war sich zu guter Letzt sicher: „In fünf Jahren werden auch die Menschen von Südwestfalen überzeugt sein, die jetzt noch kritisch sind.“ „Bis in fünf Jahren“, konterte Moderator Krückemeyer. Bei der Verabschiedung mit Überreichung der obligatorischen Danksagungs-Rubens-Torte im Design der WJ wurde die Verabredung mit Handschlag besiegelt. Bis dahin! Gute Reise, Südwestfalen.

Bericht: Eva-Nadine Wunderlich

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