Mittwoch, 08.09.2010

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Gontermann-Peipers

Wirtschaftsjunioren und IHC bei Gontermann-Peipers: High-Tech im Mega-Format

 

Siegen, Oktober 2009 - Auch in der aktuell schwierigen Wirtschaftslage ist die Gontermann-Peipers GmbH (GP) mit ihren Gussprodukten weiter auf Erfolgskurs: GP gehört zu den „Hidden Champions“ der Region. Schwerstwalzen aus GP Produktion bringen bis zu 265 t Fertiggewicht auf die Waage. Weltweit gibt es aktuell nur einen etablierten Konkurrenten, der Walzwerkswalzen in diesen Dimensionen herstellt. Dahinter steht High-Tech und intelligente Produktion. Davon konnten sich über 20 Mitglieder der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen (WJSW) und des Industrie- und Handelsclub Siegen (IHC) kürzlich im Werk Marienborn persönlich überzeugen.


Wirtschaftsjunioren und IHC-Mitglieder staunten über die Walzenherstellung bei der Gontermann-Peipers GmbH in Siegen

 

„Gießen ist ein sehr anspruchsvoller Prozess“ weiß Frieder Spannagel zu berichten, der als Vertreter der 7. Gesellschaftergeneration seit Januar 2009 bei GP für das Thema Unternehmensentwicklung verantwortlich ist. „Deswegen sind Innovationen, wache Geister und unser Know-how die Basis unseres Erfolges“ so Spannagel weiter. Zusammen mit Dr. Hartmut Jacke, Geschäftsführer Walzen, und Produktionsleiter Dr. Kengo Takahama stellte er das Unternehmen vor: Seit 1825 fertigt GP Walzen und andere Gussprodukte mit einem Gesamtvolumen von bis zu 50.000 t pro Jahr. In den zwei Werken Hain und Marienborn arbeiten rund 600 Mitarbeiter, darunter etwa 40 Auszubildende, mit am Unternehmenserfolg. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Alle Mitarbeiter werden seit zehn Jahren am Geschäftsergebnis beteiligt. Das Beteiligungskonzept ist selbst zum Erfolgsmodell geworden und wird von der Erkenntnis getragen, dass dauerhaft gute Leistungen nur mit gut informierten, motivierten Mitarbeitern möglich sind. Die beteiligten Menschen stehen im Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie. Die verlässliche Partnerschaft betrifft dabei nicht nur die Kunden, Arbeitnehmer und Anteilseigner, sondern schließt auch vielfältige soziale und kulturelle Projekte und Initiativen in der Region mit ein.

 


Wirtschaftsjunioren und IHC-Mitglieder staunten über die Walzenherstellung bei der Gontermann-Peipers GmbH in Siegen

 

Die Tradition verpflichtet GP zum langfristigen und zukunftsorientierten Denken. Für den Fortschritt sowie zur Standort- und Beschäftigungssicherung investiert GP rund 7 Mio. € im Jahr. Ergebnisse sind ausgeklügelte Fertigungsprozesse und High-Tech-Guss-Produkte. Wirtschaftsjunioren und IHC-Mitglieder konnten im Werk darüber staunen, wie aus mehreren Hundert Tonnen Metallschrott und Legierungen über die Prozessschritte Formen, Schmelzen, Gießen, Wärmebehandlung, mechanische Bearbeitung und Qualitätskontrolle Hochpräzisionswerkzeuge entstehen, die auf den Mikrobereich genau abgestimmt werden müssen. Schon kleinste Risse im Material können später zu folgenschweren Schäden führen, so dass das Metallgefüge immer wieder durch Ultraschallmessgeräte kontrolliert wird. Bis zu acht Monaten kann die Durchlaufzeit einer Schwerstwalze im Werk betragen, einschließlich Einplanung, Gießen und Versand.

Die Investitionsanstrengungen seitens GP sind ein gutes Beispiel für die Zukunftssicherung der Region durch die heimischen Familienunternehmen. In diesem Jahr hat GP eine neue Bearbeitungshalle im Werk Hain eröffnet. Die bisherige Gesamtfläche von 49.000 qm wurde um weitere 11.000 qm erweitert, wovon die neue Halle allein 3.500 qm in Anspruch nimmt. Möglich wurde das jedoch nur durch die Übernahme des ehemaligen Geländes von Kabelschlepp, das außerhalb von Siegen ansiedeln musste. Vor 1968 hatte die besagte Fläche mit der damals noch in Betrieb befindlichen Hainer Hütte schon einmal zum Hause GP gehört.

Durch den zurückliegenden weltweiten Stahlboom profitierte Gontermann-Peipers zuletzt noch von einem guten Auftragspolster. Aktuell werden aber auch bei GP die negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise immer stärker spürbar. Zahlreiche wichtige Kunden im In- und Ausland haben die Produktion ihrer Stahl- und Walzwerke gedrosselt, was zu einem deutlich verringerten Walzenbedarf führt und sich bei GP in Auftragsstornierungen und Verschiebungen niederschlägt. Dennoch sieht sich das Unternehmen aufgrund seiner soliden Finanzen, seiner Bankenunabhängigkeit und seines technischen Know Hows für die Zukunft gut aufgestellt.

   

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